Der Weg ist das Ziel, oder das Ziel ist im weg.

Seit ich meine Scheune abgebrannt habe, kann ich auf einmal wieder den Mond sehen. Taoistisches Sprichwort

Liebe Freundinnen und Freunde der Neumühle,

es gab vor Wochen einen Brand in der Heizungsanlage der Neumühle, aber das Zentrum steht noch und erstrahlt weiter.

Diesen wundervollen, geschichtsträchtigen Kraftort werde ich verlassen.

Der Kreis schließt sich und die Verantwortung für die leidenden Funktionen, lege ich in jüngere Hände. Was bleibt, tiefe Dankbarkeit, dass das Schicksal mich an diese wundervolle Aufgabe geführt hat.

Es war, trotz der schwierigen Begleitumstände, (hohe Verschuldung, das Haus Massa, usw.) den Herausforderungen auf den unterschiedlichen Ebenen, eine Freude und Ehre.

An dieser Stelle möchte ich mich für die tatkräftige Unterstützung bei Herrn Horstmann, Frau Heinz, Herrn Dillschneider von der Volksbank, Herrn Schneiderlöchner unseren Vereinsanwalt und bei Herrn Steimer, der den Namen Steuerberater wirklich verdient, herzlich bedanken.

Erwähnen möchte ich Herrn Roller, der uns die Weiterführung der Neumühle nach der Pandemie, dank seiner finanziellen Unterstützung, ermöglichte.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir völlig ausgebucht und mussten die gesamten Buchungen stornieren und hatten somit keine Einnahmen. Wir erhielten keinerlei Hilfen und auch der Versuch, bei den 28oo Mitgliedern in unserem Freundeskreis, ein verzinstes Darlehen von 200 Euro zur Überbrückung bis Jahresende zu erhalten, scheiterte. Es gab 28 Rückmeldungen und 26 Mitglieder halfen uns.

Meinen Dank richte ich auch an die zahlreichen „neuen und alten Referenten“ und die Vielzahl der

Gäste, die uns in den vergangenen Jahren besuchten und unsere Arbeit und das Zentrum würdigten.

Ein entscheidender Beitrag zum Erblühen der Neumühle, wurde von meinen Mitarbeitern erbracht, die beseelt und großem Engagement ihre Tätigkeiten ausüben. Ihnen gilt mein besonderer Dank!

Nun Nichts dauert ewig, nichts dauert ewig, any way…..

Die Essenz, meine Vision für die Neumühle, verdeutlichen Worte von Rumi:

Wir sind das Wasser, der Krug und der vergießt!“

In dieser intensiven Zeit sind aus meiner Sicht, Stille, Rückbesinnung und sich in „Dem“

beheimaten was trägt, jenseits von Konzepten und Meinungen, essenziell.

Verantwortung übernehmen für den geschenkten Moment, erfordert selbst denken, Mut und Klarheit, sprich wenig „Egoverseuchung”.

Hier ist der Kraftort Neumühle ideal, eingebettet in eine wundervolle Natur und mit energetischer Klarheit.

Verabschieden möchte ich mich mit einigen Zeilen von Pablo Neruda aus seinem Herbsttestament:

Und nun gehe ich

hinter dieses Blatt und verschwinde nicht

ich werde einen Sprung tun in die Durchsichtigkeit wie ein Himmelsstürmer

und dann werde ich von neuem zu wachsen beginnen, bis ich eines Tages so winzig bin.

dass mich der Wind entführt

und ich nicht weiß, wie ich heiße

und nicht sein werde, wenn ich erwache dann werde ich im Schweigen singen“

Meine besten Wünsche!

Karl Wilhelm Ney